15 Jahre nach meinem letzten Hamburg Marathon, ging es am 4. Mai mal wieder 42,195 Kilometer durch die für mich schönste Stadt Deutschlands. 1999 bin ich die Strecke in 3:48:59 h gelaufen und mein Ziel für dieses Jahr war eine Zeit unter 4 Stunden.

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Um 6.00 Uhr hieß es aufstehen und die letzten Vorbereitungen für den Marathon treffen. Zum Frühstück gab es einen Becher Kaffee, 2 Toast mit Nutella, eine Banane und 0,5 Liter Wasser. Danach ging es um 7:30 Uhr mit dem Lungentrainer Team nach Hamburg, um rechtzeitig an den Messehallen zu sein. Nachdem wir dann doch erst um 8:40 Uhr an den Messehallen waren musste es schnell gehen. Umziehen, Kleiderbeutel abgeben, 3 Minuten einlaufen und dann in die Schlange zu den Startblöcken einreihen. Die Aufregung stieg mal wieder und die Frage „geh ich noch zur Toilette oder nicht“ wurde durch die langen Schlangen vor den Dixis mit einem klaren „NEIN“ beantwortet.

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Pünktlich um 9:00 Uhr fiel der Startschuss zum 29. Marathon in Hamburg und auch der Himmel meinte uns mit etwas Regen zu beglücken. Um  9:57:59 Uhr ging es endlich auch für mich über die Startlinie. 42,195 km laufen und genießen.

 

 

Die ersten 5 Kilometer bin ich so wie geplant in 28:05 Minuten gelaufen. Zu erst ging es über die Reeperbahn Richtung Altona, Ottensen und Othmarschen. Bei km 6,7 habe ich Peter Nogly (HSV) überholt. Ab km 7 ging es über die Elbchaussee Richtung Hafen. Wir die Läufer hatten immer wieder einen tollen Blick auf die Elbe und den Containerhafen mit den großen Pötten und den Kränen. Da es leicht Bergab ging, waren die zweiten 5 km mit 27:45 etwas schneller als die ersten.

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Zwischen Kilometer 11 und 13 war die erste große Party angesagt. Die Menschenmengen drängten sich an den Landungsbrücken und bescherten uns Läufern eine Wahnsinns Stimmung.  Aufgeputscht von der Stimmung lief ich die 5 km zwischen km 10 und 15 in 26:57 min. Nachdem wir Läufer im Wallringtunnel einmal nur unter uns waren, wurde wir Läufer von der 60 Meter hohen Alsterfontäne begrüßt. Tausende Zuschauer, die für super Stimmung sorgten begleiteten uns rund um die Binnenalster.

Danach ging es an der Außenalster Richtung Norden. Wir durchlaufen Uhlenhorst immer geradeaus hoch zum Stadtpark. Kurz vor dem Stadtpark haben wir die erste Hälfte geschafft. Ab jetzt war das Ziel dichter als der Start. Meine Halbmarathon war mit 1:57:35 absolut im Soll.

Auf den nächsten Kilometer ging es für uns am Stadtpark vorbei Richtung City Nord. Auch hier war die Stimmung wieder hervorragend und persönlich fühlte ich mich immer noch richtig gut. Wie üblich standen an der Saarlandstraße wieder tausende Zuschauer, die uns anfeuerten und motivierten, die letzten Kilometer auch noch durchzuhalten. Weiter ging es über den Überseering, die Sydneystraße und der Rathenaustraße zum Ohlsdorfer Friedhof. Auch hier säumten die Zuschauer dicht an dicht gedrängt die Strecke.

Bis Kilometer 34 lief alles super, doch dann hatte ich das erste ziehen in der Wade und ab Kilometer 35 auch noch im Oberschenkel. Da ich mein Ziel unter 4 Stunden nicht mehr erreichen würde, habe ich mich dazu entschlossen, mich nicht zu quälen sondern die Stimmung zu genießen und gesund ins Ziel zu kommen. Die letzten 7 Kilometer war ein Mix aus Laufen und Walken. Zwischen Kilometer 37 und 38 war der absolute Wahnsinn. Menschenmengen rechts und links, die uns angefeuert haben. Der Eppendorfer Baum war einfach WELTKLASSE!!

Jetzt waren es nur noch 4 Kilometer bis zum Ziel. Links die Alster und rechts die schönen Villen, vor der amerikanischen Botschaft ging es rechts hoch zum Dammtorbahnhof und dann waren es nur noch wenige Meter bis zum Ziel. Nach der letzten Abzweigung auf die Karolinenstraße konnte ich das Ziel schon sehen. Nach 4:26:31 habe ich die Ziellinie überlaufen!

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Obwohl ich mein Ziel unter 4 Stunden zu laufe nicht erreicht habe, bin ich sehr zu frieden. 42,195 Kilometer super Stimmung, perfektes Wetter und eine tolle Strecke!

 

 

 

Dank an meine persönlichen Supporter, an das fantastische Publikum an der Strecke und an die hervorragende Organisation.

Bis zum nächsten Jahr, aber nur als Staffelläufer!

 

 

 

 

 

 

Hamburg Marathon 2014

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